Wie lernt das menschliche Gehirn?

war die Frage an Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
 
Manfred Spitzer: «Ganz generell gilt, dass im menschlichen Gehirn Nervenzellen sitzen etwa 100 Milliarden, die mittels elektrischer Impulse, die von den Sinnesorganen einlaufen, Informationen verarbeiten. Diese Zellen sind mit bis zu 10000 Verbindungen untereinander verbunden. Diese Bindungsstellen nennt man Synapsen, an ihnen werden elektrische Impulse auf chemischem Wege übertragen. Die Anzahl dieser Verbindungen in unserem Gehirn ist mit etwa 1 Million Milliarden sehr gross. Laufen nun Impulse durch unser Gehirn – wenn ich beispielsweise ein Glas Wasser sehe, meinen Arm ausstrecke, es zum Mund führe und trinke – dann verändern sich dadurch die Synapsen: Diejenigen, über die Impulse laufen, wachsen. Dadurch nimmt die Übertragungsstärke an ihnen zu, d.h. die Impulse laufen besser über genau diese Synapsen, über die sie schon einmal gelaufen sind. So entstehen im Gehirn gleichsam Trampelpfade. Man kann sich das so vorstellen wie Spuren im Schnee, die dadurch entstehen, dass Menschen ganz bestimmte Wege in einer frisch verschneiten Landschaft verfolgen. Die Wege entstehen einfach durch ihren Gebrauch. Nicht umsonst spricht man auch von Gedächtnisspuren. Eines folgt unmittelbar: Wenn ein einzelner Impuls irgendwo läuft, passiert praktisch keine Veränderung im Gehirn. Umgekehrt gilt: Unser Gehirn ist das dynamischste Organ, über das wir verfügen: Dauernd wird dort abgebaut, umgebaut, neu gebaut und wieder weggeräumt, je nach Aktivität an den Synapsen. Ein zweites folgt auch: Lernen lebt von Wiederholung. Und noch ein drittes: Unser Gehirn ist für Einzelheiten nicht gebaut, sondern merkt sich gleichsam ‘hinter’ den Einzelheiten befindliche allgemeine Regeln, d.h. regelhafte Spuren seines Gebrauchs. Und ein letztes: Eines kann unser Gehirn nicht – nicht lernen. Es lernt immer und kann gar nicht anders!»

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Anmerkung: Das Gehirn lernt Alles - Positives und Negatives und kann es auch wieder verlernen oder Neu entdecken. Unsere Zufriedeheit hängt von unserem Denke/Gelernten ab.

Denken aber richtig

(nach Ellis)

Unser Verhalten und daraus entstehende Wirkung auf die Aussenwelt basiert auf unserer eigenen Wahrnehmungsfähigkeit. Wie nehmen wir eine spezifische Situation wahr? Wir bewerten auf Grund unseren Erfahrungen und Erlerntem und verhalten uns entsprechend. Demzufolge ist jede Bewertung individuell und subjektiv und hat eine spezifische Handlung zur Folge. Erkennen und verändern wir unsere Wertvorstellung indem wir unsere Beobachtungsweise differenzieren, kann das Verhalten und damit natürlich die Wirkung im Aussen beeinflusst werden.

Unsere Werte die wir zur Beurteilung einer Situation heranziehen resultieren aus Erfahrungen, Erlerntem, Wünschen, Gewohnheiten. Aber sind diese Werte richtig? Das ABC-Model kombiniert mit spez. Entspannungsmethoden ermöglicht ein schnelles und effizientes Umlernen. Was wir gelernt haben können wir auch wieder verlernen. Belastende und krankmachende Situationen werden durch verändertes Verhalten umgestaltet. Infolge sehen uns Menschen in einem anderen Licht und reagieren entsprechend der neuen Situation. Resonanz.

Diese Therapiemethode hat sich nicht nur auf psychologischer Ebene bewährt, auch körperliche Dysfunktionen können mit der Entwicklung imaginativer Fähigkeiten in wenigen Sitzungen entlastet oder sogar eliminiert werden.

Die kognitive Therapie ist individuell auf Sie zugeschnitten und wird in Einzelsitzungen Schritt für Schritt geübt.

Der Erfolg zeigt sich unmittelbar in zwischenmenschlichen Beziehungen und im körperlichen Wohlsein.

Gedanken machen glücklich oder traurig

Albert Ellis

Wie reagieren Sie auf die kleinen und grossen Schwierigkeiten des Lebens? Wirft Sie jede kleine Widrigkeit aus der Bahn oder gehen Sie gelassen mit Alltagsproblemen um?

Albert Ellis der Begründer der Rational-Emotiven-Therapie (RET) bietet mit seinem Buch "Training der Gefühle" einen allgemeinverständlichen und praktischen Ratgeber, wie man die Prinzipien und Methoden der RET selbst auf sich anwenden kann. Das Ziel ist mehr Gelassenheit und Zufriedenheit zu entwickeln.

Im Mittelpunkt der RET stehen die sogenannten Muss-Vorstellungen und die irrationalen Einstellungen, mit denen wir uns oft selbst das Leben schwer machen. Nehmen wir an, Sie haben ein Vorstellungsgespräch. Mit welcher Vorstellung werden Sie lockerer und gelassener in das Gespräch gehen?

  • "Ich muss diesen Job bekommen und wenn nicht, dann ist das fürchterlich. Ich werde dann sicherlich niemals einen anderen Job bekommen."

    oder

  • "Es wäre schön, wenn ich diesen Job bekommen würde. Wenn nicht, wäre ich sicherlich etwas enttäuscht, aber ich werde schon einen anderen Job finden."

Die erste Vorstellung ist eine sogenannte Muss-Vorstellung, die bewirkt, dass wir uns angespannt und Ängstlich fühlen. Und der zweite Gedankengang ist sicherlich besser dazu geeignet, um locker und gelassen zu bleiben.

Das hat Übrigens nichts mit dem positiven Denken zu tun, denn laut Albert Ellis sind zu positive Übertreibungen genauso schädlich wie negative.

Wenn Sie lernen wollen, wie Sie gelassener und lockerer mit kleineren und grösseren Problemen umgehen können, lernen Sie diese Methode bei uns.