Lampenfieber, Prüfungsangst

Lampenfieber kann man vor vielen Anlässen haben. Doch zumeist hat man es vor Anlässen, bei denen es besonders stört. Prüfungen, Geschäftstermine, öffentliche Auftritte.... Hypnose verhilft zu mehr Gelassenheit.

Viele Menschen haben Probleme mit Lampenfieber. Lampenfieber entsteht zumeist dann, wenn eine wichtige Situation bevorsteht, in der es darum geht, eine Höchstleistung zu bringen und sich die Angst einschleicht, einen Fehler zu machen. Auch in ungewohnten Situationen kann Lampenfieber aufkommen, weil man sich in dem, was man tut nicht "heimisch" fühlt - besonders häufig hört man von Lampenfieber bei Menschen, die einen Vortrag z.B. in der Firma halten sollen und sich nicht richtig trauen, vor Publikum zu treten. Aber auch Menschen, die Angst vor schlechten Kritiken haben - wie Schauspieler oder Musiker haben häufig Lampenfieber.

Ein leichtes Lampenfieber kann manchmal förderlich sein, da es alle Sinne aktiviert und manche Menschen zu Höchstleistungen befähigt, in den meisten Fällen ist es aber störend - es aktiviert die Sinne zu sehr und erhöht damit nur die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief geht.

Der klassische "Blackout" bei einem Vortrag entsteht in der Regel dadurch, dass der Redner so sehr von Gedanken und Sinneseindrücken überladen ist, dass er irgendwann der Faden verliert und letztenendes nicht mehr weiter weiß. Ebenso verhält es sich häufig bei Musikern, die während eines Konzertes vor Aufregung den Text vergessen oder in einem Musikstück den Faden verlieren. Lampenfieber kommt auch häufig in Situationen vor, in denen es "um viel geht", wie z.B. Abschlussprüfungen oder Bewerbungsgesprächen. Das Wissen, dass ein Fehler im Zweifel auch weitreichende finanzielle oder existenzielle Folgen haben könnte (weil man z.B. eine kostenpflichtige Prüfung wiederholen muss, einen Job nicht bekommt oder aufgrund einer schlechten Abschlussnote die Zukunftschancen im Beruf sinken) erhöht der Druck und damit die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich auch Fehler zu machen noch zusätzlich.

In der Hypnose werden solche Szenarien durchgearbeitet und mit dem Unterbewusstsein neue Strategien entwickelt.

Visualisieren fördert die Lernfähigkeit

Eine neue Studie für Sie entdeckt!

Visuelle Reize: Das Gehirn lernt schnell
Ein Forscherteam hat untersucht, welche Vorgänge im Gehirn ablaufen, wenn neue visuelle Muster verarbeitet werden. Die Forscher konnten nachweisen, dass sich bereits nach einer Woche lang anhaltende Lernleistungen und Veränderungen im Gehirn zeigen.
Was wir häufig sehen, prägt sich unser Gehirn ein. Dies gilt für Formen, Farben, räumliche Anordnungen oder bildliche Strukturen. Beim Lesen oder Autofahren müssen wir deshalb nicht immer wieder aufs Neue die Buchstaben oder Verkehrsschilder erlernen. Durch wiederholtes "Üben" haben sich diese visuellen Muster häufig schon so weit im Gehirn verfestigt, dass sie unmittelbar und ohne großen geistigen Aufwand wahrgenommen und erkannt werden. Was aber geht in unserem Gehirn vor, wenn wir neuen visuellen Reizen ausgesetzt sind und diese erlernen müssen?
Visuelle Suchaufgaben für Probanden
Das internationale Forscherteam ist dieser Frage nachgegangen. Dazu wurde Probanden an acht aufeinander folgenden Tagen – jeweils eine Stunde lang – eine visuelle Suchaufgabe gestellt. Im Rahmen des Trainings mussten die Versuchspersonen möglichst schnell einen rot-grünen Kreis unter zahlreichen grün-roten Kreisen finden. Während jeder Trainingseinheit wurden gleichzeitig die jeweiligen Vorgänge im Gehirn mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie gemessen.
(Zur Veranschaulichung) Eine Suchaufgabe im Rahmen der Testreihe: Die Probanden sollten möglichst schnell den rot-grünen Kreis unter den grün-roten Kreisen finden. Abbildung: Prof. Dr. Mark Greenlee
Verbesserte Suchleistung
Im Verlauf der acht Tage verbesserte sich die Leistung der Probanden deutlich. Am Ende des Experiments hatten alle Versuchspersonen gelernt, den rot-grünen Kreis unmittelbar und ohne Schwierigkeiten unter den grün-roten Kreisen zu erkennen. Die Verbesserung der Suchleistung ging dabei Hand in Hand mit einem merklichen Anstieg der neuronalen Aktivität im visuellen Kortex – dem Teil des Gehirns, der für unsere visuelle Wahrnehmung zuständig ist.
Lang anhaltendes Lernen
Neun Monate später wurden die Probanden nochmals mit der funktionellen Magnetresonanztomographie untersucht. Hier zeigte sich, dass die Erkennungsleistung und die neuronale Aktivierung im Gehirn noch genauso hoch waren wie am Ende der Trainingseinheit.
Dies belegt, wie lang anhaltend visuelles Lernen und die dabei zugrunde liegenden Veränderungen im Gehirn sein können. Die Forscher wollen nun die konkreten Zusammenhänge zwischen den visuellen Lernprozessen und der Verstärkung der neuronalen Aktivität untersuchen.
Originalpublikation:
Neural mechanisms of feature conjunction learning: Enduring changes in occipital cortex after a week of training
S. M. Frank et al.; Human Brain Mapping; DOI: 10.1002/hbm.22245; 2013